Gelee Royale

Gelée Royale, Weiselfuttersaft oder Königinfuttersaft, ist der Futtersaft, mit dem die Honigbienen ihre Königinnen aufziehen.

Gelée Royale wird in spezialisierten Imkereien gewonnen, indem man aus einem Bienenvolk die Königin entfernt und vorgefertigte Königinnenzellen in den Bienenstock einsetzt. Um den Futterstoff isolieren zu können, müssen die Königinnenlarven nach drei Tagen entfernt werden. In einer Bienensaison kann ein Imker ein Bienenvolk dazu bringen, ca. 500 g Gelée Royale zu produzieren.

Das Entfernen der Königin bedeutet für das Bienenvolk eine extreme Stresssituation und einen massiven Eingriff in das Gleichgewicht des Volkes, daher lehnen naturnah wirtschaftende Imker die Produktion von Gelée Royale generell ab.

Gelée Royale findet neben Propolis Verwendung als Ausgangsstoff für pharmazeutische Präparate, kann aber auch pur eingenommen werden. Gelée Royale gilt rechtlich als Lebensmittel. Die aktivierende und den Organismus stärkende Wirkung von Gelee Royale auf den Menschen wurde in vielen Untersuchungen und Veröffentlichungen nachgewiesen.

Gelée Royale werden sehr viele Eigenschaften und Anwendungen nachgesagt. So soll es antimikrobiell und krebshemmend wirken. Außerdem soll es Blutzuckerspiegel und Blutdruck positiv beeinflussen. Der regelmäßige Verzehr soll die Vitalität der Zelle und die Zellteilungsrate erhöhen, was einen gewissen Widerspruch zur krebshemmenden Wirkung darstellt.

Der aktuelle Stand der Forschung reicht nicht aus, um es als Heilmittel empfehlen zu können. Diese Einstufung ist sogar laut Lebensmittel-Gesetz auch verboten. Eine gesundheitsbezogene Werbung ist laut §18 LMBG ist ebenfalls untersagt.

Bei Gelée Royale handelt es sich um einen Stoff aus der Natur, der nicht in Massen zur Verfügung steht. Anders als beim Honig legen die Bienen keinen Vorrat an Futtersaft an. Es gibt keinen Vorrat, den der Imker ernten könnte.

Gelée Royale muss bei 0 bis 5 °C gelagert werden. Das Gelée kann aufgrund seines Fettgehaltes ranzig werden.

Ein Bienenvolk kann täglich bis zu 300 mg Gelée royale bilden. Pro Jahr beträgt die Ernte pro Bienenstock maximal 250 bis 500 g.

 

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